Was verdient ein:e Pflegehelfer:in? Echte Zahlen 2026
Von Julius MerklBerufe & Gehalt2 Min. LesezeitStand 04.11.2026
Als Pflegehelfer:in in der Altenpflege verdienst du mindestens den Pflegemindestlohn von 16,10 € pro Stunde, bei Vollzeit rund 2.790 € brutto im Monat. Nach Tarif (TVöD-P, P 5) startest du mit 2.907 € Grundgehalt. Mit Zulagen und Zuschlägen im Schichtdienst kommst du schon im ersten Jahr auf rund 3.580 € brutto.
Das Gehalt auf einen Blick
| Was | Betrag (brutto) | Gilt für |
|---|---|---|
| Gesetzlicher Mindestlohn | Betrag (brutto)13,90 € pro Stunde | Gilt füralle Branchen, seit 1.1.2026 |
| Pflegemindestlohn Pflegehilfskraft | Betrag (brutto)16,10 € pro Stunde, ab 1.7.2027: 16,52 € | Gilt fürAltenpflege und ambulante Pflege |
| Pflegemindestlohn mit mind. einjähriger Ausbildung | Betrag (brutto)17,35 € pro Stunde, ab 1.7.2027: 17,80 € | Gilt fürAltenpflege und ambulante Pflege |
| TVöD-P, P 5, Stufe 1 | Betrag (brutto)2.907,18 € im Monat | Gilt fürEinstieg bei kommunalen Trägern |
| TVöD-P, P 5, Stufe 6 | Betrag (brutto)3.629,25 € im Monat | Gilt fürmit langjähriger Erfahrung |
Die Untergrenze: der Pflegemindestlohn
Der Pflegemindestlohn ist ein eigener Branchenmindestlohn für die Alten- und Langzeitpflege sowie die ambulante Krankenpflege. Er liegt deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn und steigt mit deiner Qualifikation. Geregelt ist er in der 7. Pflegearbeitsbedingungenverordnung, gültig vom 1. Juli 2026 bis 30. September 2028.
Rechnen wir es durch: 16,10 € pro Stunde bei 40 Wochenstunden ergeben rund 2.790 € brutto im Monat. Weniger darf dir ein Pflegeheim oder ambulanter Dienst als Pflegehilfskraft nicht zahlen. Hast du eine mindestens einjährige Ausbildung und arbeitest entsprechend, sind es mindestens 17,35 €.
In der Praxis liegen viele Einrichtungen darüber: Pflegeheime und ambulante Dienste müssen nach Tarif zahlen oder mindestens das regional übliche Entlohnungsniveau erreichen, um mit der Pflegeversicherung abrechnen zu dürfen.
Nach Tarif: Was du im TVöD-P verdienst
Kommunale Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zahlen meist nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, Bereich Pflege (TVöD-P). Pflegehelfer:innen starten dort in der Entgeltgruppe P 5 mit 2.907,18 € Grundgehalt. Mit wachsender Berufserfahrung steigst du in höhere Stufen auf, bis zu 3.629,25 € in Stufe 6. Private und kirchliche Träger haben eigene Tarife, die davon abweichen können.
Beispiel-Lohnzettel: Zulagen und Zuschläge
Das Grundgehalt ist nur ein Teil. Wer im Schichtdienst arbeitet, bekommt Zulagen und Zuschläge. So sieht ein typischer Monat im ersten Jahr aus, Vollzeit im kommunalen Krankenhaus:
| Posten | Berechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Grundgehalt | BerechnungP 5, Stufe 1 | Betrag2.907,18 € |
| Pflegezulage | Berechnungpauschal | Betrag+ 141,82 € |
| Wechselschichtzulage | Berechnungpauschal | Betrag+ 250,00 € |
| 5 Nachtdienste | Berechnung40 Std. × 20 % | Betrag+ 153,72 € |
| 2 Sonntage | Berechnung16 Std. × 25 % | Betrag+ 76,86 € |
| 1 Feiertag | Berechnung8 Std. × 35 % | Betrag+ 53,80 € |
| Brutto im Monat | Berechnung | Betrag3.583,38 € |
Gut zu wissen: Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sind bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei (§ 3b EStG): bis 25 % für Nachtarbeit, 50 % für Sonntage und 125 % für Feiertage. Die Zuschläge im Beispiel liegen darunter, du behältst sie also ohne Lohnsteuer.
Annahmen: TVöD-P ab 01.05.2026, 38,5 Std./Woche, Zuschläge auf Basis P 5 Stufe 3 (ca. 19,22 €/Std.). Private Träger und Pflegeheime können abweichen.
Wovon dein Gehalt abhängt
- Arbeitgeber und Tarif: Kommunale Träger zahlen nach TVöD-P, andere nach eigenem Tarif oder dem regional üblichen Niveau.
- Qualifikation: Mit einer mindestens einjährigen Ausbildung gilt eine höhere Mindestlohnstufe.
- Schichtdienst: Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste bringen Zuschläge.
- Berufserfahrung: Im Tarif steigst du mit den Jahren in höhere Stufen auf.
- Arbeitszeit: In Teilzeit verdienst du anteilig weniger.
So steigerst du dein Gehalt
Der Einstieg als Pflegehelfer:in ist der erste Schritt. Mit einer Ausbildung zur Pflegefachassistenz, bundesweit ab 2027, oder zur Pflegefachkraft steigt dein Mindestlohn auf 17,35 € bzw. 20,50 € pro Stunde. Wie du ohne Vorerfahrung startest, liest du in Pflegehelfer:in werden ohne Ausbildung.
Quellen: BMAS, Branchenmindestlöhne (7. PflegeArbbV); BMAS, Mindestlohn; BMG, Entlohnung in der Pflege (Stand 09/2026); TVöD-P Entgelttabelle ab 01.05.2026; § 3b EStG. Stand 11/2026.


